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Worum geht es im Leben wirklich?

"An den Scheidewegen des Lebens stehen keine Wegweiser."
(Charlie Chaplin)

Was ist der Sinn des Lebens? Diese Frage quälte mich schon seit meiner Jugend. Worum geht es wirklich? Es kann nicht der Sinn des Lebens sein, so viel Geld zu verdienen wie möglich, um so viel Besitztümer kaufen zu können, wie möglich, um sich so sicher zu fühlen, wie möglich. Denn uns Menschen gab es schon lange, bevor wir Geld überhaupt erfunden haben und damals hatte das Leben auch einen Sinn. Oder etwa nicht? 

Glücklich sein – ist das der Sinn? Es ist natürlich ein erstrebenswerter Zustand, doch nicht jeder hat so viel Glück mit dem Glücksgefühl – und es ist selten von Dauer. Außerdem sind die schmerzlichen und schwierigen Momente des Lebens – die Krisen, Umbruchphasen und Tragödien – die Zeiten, in denen wir am meisten lernen und über uns hinauswachsen. 

Das Glück und das Unglück, Wachstum und Stillstand, Dunkelheit und Licht, das sind die zwei Pole, zwischen denen wir zeitlebens oszillieren und navigieren. Sie bilden den Rahmen für die Leinwand, auf der das Lebens uns zeichnet. Das Gemälde entsteht Pinselstrich für Pinselstrich. Wir können in sämtlichen Farbklecksen Bedeutung sehen, wenn wir möchten. Wir sind es, die unserem eigenen Leben einen Sinn geben. Denn wir sind selbst die Künstler, durch die sich das Über-Sinnliche verwirklicht. 

Für mich geht es im Leben vor allen Dingen darum, mich spirituell weiterzuentwickeln und meiner Seele Ausdruck zu verleihen. Außerdem so zu leben, dass ich in jedem Moment bereit bin, zu sterben und nicht denke: „Oh scheiße, ich wollte doch eigentlich noch…“, wenn es dann schon zu spät ist.

Egal, ob die Welt durch Gott oder den Urknall entstanden ist, das Leben entwickelt sich unentwegt weiter. Der Sinn des Lebens ist Evolution. Auf allen Ebenen – biologisch, technologisch, gesellschaftlich, wirtschaftlich, wissenschaftlich, persönlich, usw. Für mich ist die Evolution des Bewusstseins, das spirituelle Wachstum das, worum es wirklich geht. Und für dich?


Den eigenen Weg gehen bedeutet unberührtes Terrain zu betreten

Abseits des vorgegebenen Pfads tappt so manch einer im Dunkeln. Wenn dir niemand die Richtung vorgibt, in die du gehen sollst, ist das einerseits sehr befreiend und andererseits angsteinflößend. Wenn du keinen blassen Schimmer hast, was dich erwartet, wird dein göttlicher Funke zu deinem Lichtblick. Kein Mensch ist deinen Weg je gegangen. Doch deine Seele weiß, was sie vorhat. Vertraue ihr und lasse dich von ihr leiten. Wenn du magst, zeige ich dir, wie du die Stimme deiner Seele erkennen und ihre Nachrichten deuten kannst. Hol dir dazu einfach meinen kostenlosen Mini-Ratgeber.

Erinnere dich an deine Träume!

Als Coach empfehle ich oft, sich daran zu erinnern, welche Träume und Talente man als Kind hatte. Diese geben nämlich Aufschluss darüber, in welche Richtung der eigene Weg führen könnte.

Ich wollte Müllmann werden. Immer wenn ich im Kindersitz angeschnallt auf der Rückbank des Autos saß und ich die Müllabfuhr vor uns herfahren sah, erfüllte mich eine Sehnsucht. Ich wollte so sein wie die Müllmänner. Im Stehen fahren, ohne Anschnallgurt und mich ganz lässig mit nur einer Hand festhalten, einfach vom fahrenden LKW abspringen und wieder aufspringen zu können, das war mein Traum. Doch für das nächste viertel Jahrhundert sollte ich den erst einmal vergessen.

Worum ging es bei meinem Traum von der Müllabfuhr wirklich? Ich wollte unabhängig und frei sein, unterwegs und an der frischen Luft. Dass die Luft, die die Müllmänner einatmen, alles andere als frisch ist, das konnte ich damals vom Rücksitz des Autos aus nicht riechen.

Die Sehnsucht nach Freiheit

Ich sehnte mich nach Freiheit. Ich bin mir sicher, jedes Lebewesen will frei sein. Uns Menschen (in Deutschland bzw. der westlichen Welt) hält niemand gefangen. Und dennoch fühlen wir uns so oft wie Vögel in Käfigen, flattern panisch umher und wissen weder wo oben noch unten ist.

Wir haben häufig keine Wahl, wir müssen Geld verdienen und haben Verpflichtungen. Immer mehr Menschen entscheiden sich dafür, ihren Lebensunterhalt auf eine Art und Weise zu verdienen, die sowohl sinnstiftend als auch erfüllend ist und auch noch ihrer Leidenschaft entspricht. Doch die Mehrzahl der Menschen hat nicht die Freiheit, zu wählen. Zum Beispiel träumt niemand davon, Müllmann zu werden. Wenn alle beruflich einfach nur das tun könnten, was sie lieben und ihre Talente zum Vorschein bringen, dann würden wir auf unserem Müll sitzen bleiben.

Kann jemand bei der Müllabfuhr arbeiten und sich dennoch frei fühlen? Selbstverständlich. Er kann das Auf- und Abspringen vom LKW genießen und Unfug treiben. Einmal fuhr ich in Kapstadt hinter einem Müllwagen her. Einer der Müllmänner hatte einen alten BH im Müll gefunden und trug ihn nun über seinem T-Shirt und seiner Latzhose. Mit einem breiten Grinsen stand er auf dem Truck und winkte mir zu. „Das ist Freiheit!“, dachte ich in meinem fahrenden faradayschen Käfig und winkte lächelnd zurück.

Freiheit hat weniger damit zu tun, was man tut, als damit, wie man es tut. Nicht die Tätigkeit, die Umstände oder (materiellen, mentalen oder sozialen) Einschränkungen entscheiden darüber, wie frei man ist, sondern die eigene Einstellung.

Nelson Mandela saß 30 Jahre lang im Gefängnis und war dennoch ein freier Mann. Er war nicht in seinem Denken gefangen und ließ sich nicht von seiner Angst (die er sicherlich hatte) überwältigen.

Es ist also möglich, frei zu sein, unabhängig von den materiellen Gegebenheiten. Wer sich nicht von seinen eigenen Gedanken versklaven lässt, hat das größte Stück Freiheit erlangt. Wer sich nicht von seinen Emotionen beuteln lässt, hat eine weitere Hürde geschafft. Wer sich nicht darum schert, was die anderen denken oder was die Gesellschaft von ihm erwartet, sondern dem Ruf der eigenen Seele folgt, der ist noch freier. Und vielleicht ruft sie auch einfach nur: „Geilo, ein BH. Zieh ihn an!“.


Erkenne die Stimme deiner Seele

Jede Seele ist frei. Doch wir blockieren häufig ihre Ausdrucksfreiheit durch unsere Gedanken, Ängste und Zweifel. Dem Ruf der Freiheit zu folgen bedeutet, die Stimme der Seele zu hören und sie ernster zu nehmen als alles andere. Denn sie weiß, wie sich wahre Freiheit anfühlt und kann das Gefühl in jedem Moment mit dir teilen. Jenseits von Gut und Böse, auf der anderen Seite der Leinwand, auf der sich unser Leben abspielt, dort sind wir alle frei. Doch wir müssen nicht erst den Löffel (oder Pinsel) abgeben, um dorthin zu gelangen. Wir können ganz einfach die Vogelperspektive einnehmen, um ein Stückchen Freiheit zu kosten. Das tun wir, indem wir uns distanzieren von dem, was uns gefangen hält – von unseren mentalen Einschränkungen, unserer begrenzten Sichtweise und unseren emotionalen Verflechtungen.

Wenn du dich fühlst wie ein Vogel im Käfig, sei dir im Klaren darüber, dass du weder der Vogel bist, noch der Käfig. Du bist das Bewusstsein, welches das Bild vom Vogel und Käfig erschafft. Du kannst das Türchen öffnen, dich hinauswagen und das Kunstwerk fortsetzen.

Es erfordert Mut, sich auf dieses Abenteuer einzulassen und einen neuen Weg zu gehen. Lass dich nicht zurückhalten von Ängsten und Zweifeln, denn diese bilden die Gitterstäbe des Käfigs, aus dem du ausbrechen willst. Orientiere dich an deiner Seele, sie weiß, wohin sie dich führt.

Damit dir die ersten Schritte ein wenig leichter fallen, habe ich einen kleinen Wegweiser für dich erstellt. Es ist eine Art ein Mini-Ratgeber mit Tipps und Übungen, mithilfe derer du lernen kannst, die Zeichen zu deuten, die deine Seele dir schickt. Klicke hier, um ihn dir kostenlos herunterzuladen.



© Anne-Marie Sterr 2020
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