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Die Kunst des Alleinseins

Alleinsein ist nur schlimm, wenn du die Person nicht magst, mit der du alleine bist (W. Dyer)

Oft wird Alleinsein synonym verwendet für Einsamkeit. Doch vielleicht hast du dich auch schon einmal im Beisein anderer Menschen einsam gefühlt? Ganz allein zuhause zu sein muss nicht unbedingt zu Einsamkeit führen. Genauso wie Gesellschaft keine Garantie für Wohlbefinden ist. Was macht den entscheidenden Unterschied?

Es geht um Verbindung!

Um sich mit anderen Menschen verbunden fühlen zu können ist es notwendig, mit sich selbst in Verbindung zu sein. Wenn das eigene Herz verschlossen ist und der Zugang zum eigenen Innersten fehlt, dann fühlen wir uns einsam – egal, ob wir nun von Menschen umgeben sind oder nicht. Manchmal lenkt uns der Kontakt zu Menschen jedoch davon ab, wirklich wahrzunehmen, was in uns vorgeht. Dann sind wir beisammen und fühlen uns mitunter auch gut dabei, doch die das Gefühl der Verbundenheit bleibt recht oberflächlich – genauso wie das Wohlbefinden.

Wenn du alleine bist und eine tiefe Verbindung zu deinem Innersten aufbaust, dann fühlst du dich nicht mehr einsam. Denn dann bist du mit dir selbst zusammen. Du leidest nicht und hast nicht das Bedürfnis, deine Gefühle zu betäuben durch Fernsehen, Social Media, Alkohol oder andere Substanzen. Mit sich selbst verbunden zu sein bedeutet, sich über seine Gefühle bewusst zu sein und sie annehmen zu können, auch wenn sie unangenehm sind. Es bedeutet, sich selbst in der eigenen Einsamkeit Gesellschaft zu leisten.

Der Corona-Hausarrest bietet eine gute Gelegenheit, um nach innen zu kehren und die Beziehung zu dir selbst zu verbessern. Lenke dich nicht von deinen Gefühlen ab, sondern nutze diese Zeit, um einmal so richtig tief in dich zu kehren.

Wozu soll das gut sein?

Wenn du in dir selbst stabil und in Kontakt zu deiner wahren Essenz bist, dann kann die Welt um dich herum zusammenbrechen, ohne dass du dabei den Boden unter den Füßen verlierst. Dann kannst du in Krisenzeiten Ruhe bewahren, Veränderungen annehmen und die Chancen inmitten der Herausforderungen erkennen. Die Ungewissheit der Zukunft wirkt dann vielleicht auch nicht mehr so bedrohlich, sondern eher befreiend und vielversprechend.

Verbindung zu sich selbst herstellen

Wir Menschen sind eine Einheit von Körper, Geist und Seele. Sind diese drei Ebenen im Einklang, dann sind empfinden wir Harmonie in uns selbst. Und wenn wir mit uns selbst im Reinen sind, dann spiegelt sich das auch in unserer Umgebung wider. Denn die äußeren Umstände sind ein Spiegel dessen, was in unserem Innersten vorhanden ist. Willst du eine Veränderung in deinem Leben bewirken, so beginne in deiner Innenwelt. Willst du einen positiven Beitrag zur Welt als Ganzes leisten, dann fange bei dir selbst an.

Körper, Seele und Geist sind keine separaten Einheiten, sie sind miteinander verbunden und beeinflussen sich gegenseitig. Viele von uns sind dermaßen auf den Verstand getrimmt, dass die Wahrnehmung der Seele unter den Tisch fällt. Die Gefühle sind die Sprache der Seele. Deshalb ist es unerlässlich, dich mit ihnen auseinanderzusetzen, wenn du dir selbst näherkommen möchtest. Verdrängst du jedoch deine Gefühle teilweise oder vollständig, dann blockierst du dir auch die ganzheitliche Erfahrung des Menschen, der du bist.

Der Körper bietet Zugang zu den Gefühlen und somit auch zur Seele. Lies weiter und erfahre, wie du dich auf deinen drei Ebenen mit dir selber auseinandersetzen kannst. Einsamkeit kommt sicherlich nicht auf, wenn du merkst, dass du zu dritt bist.

Wahrnehmung der Gefühle

In der Regel sind es die negativen Gefühle, vor denen wir uns scheuen. Diese haben jedoch ihren Platz, genauso wie die positiven. Wenn du dich einsam fühlst, tauche ein in das Gefühl. Dadurch, dass du deine Einsamkeit wahrnimmst und zulässt, wird sie sich schließlich auflösen. Was bleibt bist du. Das Bewusstsein, dass Gefühle wahrnimmt und Gedanken denkt. Das bist du. Lasse deine Gefühle das sein, was sie sind und gib ihnen Raum. Dann wirst du feststellen, dass du der Raum bist, in welchem sich diese erfahrbar machen. In dem Moment, in dem du deinen Gefühlen Beachtung schenkst und sie annimmst betreibst du Selbstfürsorge. Wenn du für dich selbst da bist, dann ist die An- oder Abwesenheit anderer Menschen zweitrangig.

Stell dir selbst regelmäßig die Frage: Wie fühle ich mich? Und dann fühle in deinen Körper hinein. Gefühle werden durch Körperempfindungen zugänglich.

Wohlbefinden für den Geist

Der Geist hat genauso wie die Gefühle seinen Platz. Es ist jedoch wichtig, dass er nicht überhandnimmt. Gerade in Zeiten der Unsicherheit und des Wandels werden wir oft geflutet von Gedanken, bis uns der Kopf kreist. Gönne deinem Geist Ruhephasen und sei dir darüber bewusst, was du ihm fütterst. Unser Geist braucht Nahrung genauso wie unser Körper. Die Nachrichten und Filme, die wir anschauen, die Social-Media-Beiträge, die wir abonnieren, die Artikel, die wir lesen – mit diesen Informationen füttern wir unseren Geist und er verarbeitet sie. Genauso wie es Dinge gibt, die für den Körper schwer verdaulich sind, so gibt es auch mentalen Input, der dir guttut und dich inspiriert und anderen, der dazu führt, dass du dich unwohl fühlst. Achte darauf, was du deinem Kopf verabreichst!

Gib deinem Verstand Zeit, um zu verdauen. So wie du zwischen den Mahlzeiten Pausen einlegst, solltest du auch deinem Verstand Pausen gönnen. Gib ihm Zeit zum Verarbeiten und entspanne ihn mit Meditations- oder Achtsamkeitsübungen. Mit den Gedanken, die wir denken können wir uns außerdem selbst vergiften. Wenn wir uns über unsere Gedankenabläufe bewusstwerden, können wir sie steuern. Ich finde nicht nur Meditation, sondern auch Tagebuchschreiben eine tolle Methode, um den Kopf zu entleeren. Mit dem Körper geht man auf die Toilette und unter die Dusche. Der Geist braucht ebenfalls regelmäßige Hygienemaßnahmen.

Energie für den Körper

Eine gesunde Beziehung zum eigenen Körper ist grundlegend. Dein Körper ist dein Vehikel für dein Leben auf dieser Erde. Er begleitet dich bis an dein Lebensende. Freunde dich mit ihm an und geh liebevoll und achtsam mit ihm um. Füge ihm gesunde Nahrungsmittel zu. Insbesondere jetzt, wo das Coronavirus die Runde macht und der Übergang der Jahreszeit ansteht, kann dein Immunsystem von gesunder Kost nur profitieren. Weder Nudeln mit Fertigsoße noch Dosenravioli oder konservierter ungarischer Bohneneintopf geben deinem Körper die Energie, die er jetzt braucht. Verabreiche ihm möglichst viel frisches Obst und Gemüse, Ballaststoffe und gesunde Fette und lass möglichst die Finger weg von raffiniertem Zucker, Alkohol und Koffein. Also: alles in Maßen.

Auch wenn du das Haus nicht verlassen kannst oder willst. Für dein Wohlbefinden ist es wichtig, dass du deinen Körper bewegst. Yoga hält nicht nur den Körper fit, sondern ist auch noch Meditation in Bewegung. So schlägst du quasi zwei Fliegen mit einer Klappe: Körper und Geist. Außerdem ist es sogar möglich, mit Yoga diese beiden Ebenen zu transzendieren und in Berührung mit deiner Seele zu kommen. Liegestützen, Situps, Gewichte stemmen, tanzen – es gibt viele Möglichkeiten, zuhause den Körper zu bewegen. Ich selber trainiere auf engstem Raum Capoeira und es tut mir sehr gut. Außerdem mache ich Bauchmuskeltraining, denn eine starke Körpermitte wirkt sich auch auf die psychische Stabilität aus. Glaubst du nicht? Probiere es aus.

Körperliches Wohlbefinden steht in direktem Zusammenhang mit der geistigen Gesundheit. Die Verbindung zum Körper spielt außerdem eine wichtige Rolle beim Zähmen des Geistes und Aufspüren deiner Gefühle.

Die Seele spüren

Die Seele ist das, was wir im Kern unseres Wesens wirklich sind. Das, was ewig ist. Das, was bestehen bleibt, wenn unser Körper einmal aufhört zu leben und unser Geist in die ewigen Jagdgründe eingeht. Unsere Seele ist immer da, sie verlässt uns nie. Deswegen ist es so wichtig, sie zu spüren, ihr zu vertrauen und sich auf sie zu verlassen. Sie ist die Stille im Hintergrund deiner Gedanken. Der leere Raum, der dich erfüllt. Sie ist die Energie, die deinen Körper belebt. Sie ist das Bewusstsein, das deine Gefühle fühlt.

Du bist nonstop mit deiner Seele verbunden. Immerhin bist du sie. Du bist nie getrennt von dir selbst. Doch die Illusion der Trennung ist es, die den Schmerz der Einsamkeit bewirkt. Wenn wir uns zu sehr mit dem Verstand und dem Körper identifizieren verlieren wir das Bewusstsein für unsere Seele. Dann kommt es uns vor, als ob wir den Kontakt zu uns selbst verloren hätten. Sobald wir uns wieder über unsere Seele bewusstwerden sind wir wieder im Gleichgewicht.

Meditation und Achtsamkeitsübungen sind gängige Methoden, um die Identifikation mit Gedanken abzulegen und Platz zu machen für das Bewusstsein deiner wahren Essenz.

Es gibt auch eine ganz einfache Übung, wie du deine Seele kontaktieren und um ihre Meinung fragen kannst. Sie hat die Antwort auf alles, denn sie ist Teil des Großen und Ganzen. Die Anleitung für diese Übung findest du in meinem kostenlosen Mini-Wegweiser für Sinnsuchende.

Wenn du gerne persönliche Unterstützung möchtest, dann melde dich bei mir. Ich biete 1:1 Coaching Sessions per Skype oder WhatsApp-Telefonat an. Alle Abonnenten meines Newsletters erhalten nicht nur den kostenlosen Ratgeber mit der obengenannten Übung, sondern auch noch einen Rabatt von 50% auf Coaching-Gespräche im März und April 2020. Wenn du Interesse hast, beeil dich! Es gibt begrenzte Plätze.


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