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Der schlimmste Tag meines Lebens - ein Geschenk des Himmels

Heute vor vier Jahren ist mein Vater an einem plötzlichen Herztod gestorben. Es war der schlimmste Tag meines Lebens. Ein Teil von mir starb mit ihm. Doch er ging in den Himmel und ich noch tiefer in die Hölle, in der ich ohnehin bereits war. Der Schmerz war unbeschreiblich.

Nun sind vier Jahre vergangen und meine Wunden sind geheilt – doch nicht nur durch die Zeit. Zeit allein heilt keine Wunden. Zeit gibt einem Zeit, die Wunden zu heilen, wenn man sie sich nimmt.

Der Tod meines Vaters war für mich der Auslöser, mir eine Auszeit zu nehmen. Nicht nur, um die Trauer zu bewältigen, sondern um sämtliche seelische Verletzungen und emotionale Traumata zu heilen, die ich bereits vorher erlitten und sehr lange mit mir herumgeschleppt hatte. Ich nahm einen langen Weg durch das Fegefeuer und bei der Wanderung durch mein finsteres Tal fürchtete ich viel Unglück. Doch mein Vater stand mir bei und leitete mich durch die dunkle Nacht meiner Seele.

Von der spirituellen Welt aus hat er viel mehr Einflussvermögen. So kann er seiner Witwe und all seinen Kindern und Enkeln gleichzeitig die Unterstützung zukommen lassen, die sie brauchen. Was wir brauchen ist nicht immer das, was wir wollen.

Ich hätte zum Beispiel nie gewollt, dass er stirbt. Aber heute bin ich überzeugt davon, dass es die Erfahrung war, die ich brauchte, um Leben zu lernen. Wahrscheinlich wäre ich nie aus meiner Hölle herausgekommen, wenn er nicht in den Himmel gegangen wäre und mir von dort aus den Weg ans Licht gezeigt hätte.

Er schickte mir viele eindeutige Zeichen. Auch diese führten mich nicht immer in die Richtung, in die ich dachte, dass ich gehen wollte, aber dafür in die Richtung, in die ich fühlte, dass ich gehen sollte. Er jagte mich um den halben Globus, nur um dort anzukommen, wo ich schon immer war. Er half mir, mich selbst zu erkennen als die Seele die ich bin. Es ist das größte Geschenk, dass er mir machen konnte. Ein Geschenk des Himmels.

Als sein Tod sich zum ersten Mal jährte, schickte er mir ein Zeichen. Heute, an seinem vierten Todestag möchte ich ein Zeichen setzen.

Mein Vater war sehr einfühlsam und hatte ein großes Herz. Außerdem war er bekannt für seine außerordentliche Großzügigkeit und sein tiefes Mitgefühl. Seine Ruhe und Gelassenheit und seine unendliche Geduld machten ihn zum Vorbild. Mit seinem unverkennbaren Humor brachte er uns alle zum Lachen. Er berührte die Herzen vieler Menschen. Die Energie, die er ausstrahlte war heilsam.

Mein Vater war Heiler. Es war seine Berufung, die er erst kurz vor seinem Tod gefunden hatte. Von der spirituellen Welt aus heilte er mich und half mir, mich selbst zu heilen. Nun trete ich in seine Fußstapfen und helfe anderen Menschen bei ihrer Heilung. Als Life Coach begleite ich sie auf ihrem Weg hinaus aus ihrer inneren Hölle in Richtung Liebe, Leichtigkeit, Lachen. Leben!



© Anne-Marie Sterr 2020
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